Massage ist sicher die älteste Methode der physikalischen
Heilbehandlungen. Sie findet sich in allen alten Hochkulturen (Ägypten,
Indien, China, Griechenland, Rom, u.a.) und lässt sich seit dem 3.
Jahrtausend v.C. nachweisen. Das aus dem arabischen Sprachraum stammende
"Mussu'u", "Massa" bedeutet ursprünglich
"Einreibung" (von mit Heilkräutern angereicherten Ölen oder
Salben).
Heutzutage kann eine Vielzahl von Körperreaktionen nach Massagen
nachgewiesen werden, die in der Haut, Unterhaut und der Muskulatur
stattfinden. Z.B.: lokale Mehrdurchblutung und Stoffwechselanregung mit
verstärktem Schlackenabtransport. Lösung von bindegewebigen
Verklebungen. Schmerzlinderung durch Ausschwemmung schmerzauslösender
chem. Substanzen und Überdeckung der Schmerzwahrnehmung. Normalisierung
der neurologisch gesteuerten Muskelgrundspannung, u.a.
Darüber hinaus
wirken Massagen auch reflektorisch auf innere Organe. Die dabei
zugrundeliegenden Wirkmechanismen sind aber noch weitgehend unerforscht.
Forschungen zu Beginn der 1970er Jahre belegen die
große psychische Bedeutung der Haut für den Menschen. Untersuchungen in
Waisenhäusern zeigten Hospitalisierungssymptome bei Kleinkindern, die
einem Mangel an Berührung ausgesetzt waren.
Die Haut ist ein äußerst
sensibles psychisches Organ. Durch wohlwollende Berührung entsteht eine
positive Vergewisserung der Körpergrenze. Diese Sicherheit ist Grundlage
von Beruhigung und Entspannung.
Im Laufe der Zeit haben sich
verschiedene Formen der Massage entwickelt. Klassische Massage (mit den
bekannten Griffarten: Streichungen, Friktionen/Reibungen, Knetungen,
Vibrationen/ Schüttelungen und Klopfungen/Klatschungen), Sportmassage
(anregend), Narbenmassage, Kolonmassage (zur Normalisierung der
Darmperistaltik), Reflektorische Massagen (Fußreflexzonentherapie,
Bindegewebsmassage, u.a.), Unterwasserdruckstrahlmassage, Wellnessmassagen,
und in den letzten Jahren eine Vielzahl von Massageformen
außereuropäischer Kulturen.
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