Eine Schwellung ist Teil einer normalen,
physiologischen, reversiblen Entzündungsreaktion. Ein Ödem ist
eine pathologische Schwellung und damit immer Symptom einer
anderweitigen Grunderkrankung.
Physiologie: Zur Ernährung aller Körperzellen bedarf
es des Austritts von Blutplasma und den darin gelösten Stoffen aus den
Gefäßen. Dieser Austritt aus dem Kreislauf und dessen Wiedereintritt
wird durch minimale pysiologische Druckunterschiede reguliert. Bei 200
Liter Gesamtflüssigkeitsaustausch pro Tag bleibt dabei eine geringe
Restmenge von 2 Litern übrig, für deren Abtransport das Lymphsystem
verantwortlich ist.
Das Lymphsystem ist ein Einwegsystem. Das heißt, es
transportiert Flüssigkeit nur von der Körperperipherie zurück zum
Herzen. In den Körperbeugen (Kniekehlen, Ellbogen, Achseln, Leisten)
befinden sich Lymphknoten, die Filterfunktion haben. Das Lymphsystem ist
eigenartigerweise unsymmetrisch angelegt. Der weitaus größere
Flüssigkeitsanteil wird über die linke Körperseite (Axilla)
transportiert und nur ein kleinerer Teil über die rechte Seite. Über den
Flüssigkeitstransport hinaus hat das Lymphsystem wichtige Funktionen bei
der körpereigenen Abwehr.
Die Manuelle Lymphdrainage ist keine Massage. Die
Behandlung besteht vielmehr aus einer Abfolge von speziellen Griffen die
absichtlich mit geringem Druck und langsamer Bewegung ausgeführt werden
und eine genaue anatomische Kenntnis des Lymphsystems voraussetzen.
Massageartiger Druck wird nur in bestimmten Fällen (Fibrosierung)
angewandt.
Indikationen:
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Ödeme bei Krampfadern, allgemeiner
Veneninsuffizienz oder aufgrund von längerem, meist berufsbedingtem
Stehen |
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Unterstützung des Heilungsprozesses bei posttraumatischen oder
postoperativen Schwellungen (z.B. Hüft-/KnieTEP, operativ versorgten
Frakturen oder Prellungen) |
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Sekundäre Lymphödeme, typischerweise im
Zusammenhang mit axillärer Lymphknotenoperation bei Brustkrebs |
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Inaktivitätsödeme bei Lähmungen der Extremitäten |
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u.a. |
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